Der unverzichtbare Punkt in der Landschaft


21. Oktober 2019 | Autor: Harry Meier | Lesedauer: 2 Minuten

Unterwegs mit dem Auto, es ist noch dunkel – und der Scheinwerfer steigt aus. Am besten gleich bei einer Autowerkstatt vorbeifahren. Der Autofahrer befragt sein Navigationsgerät oder Smartphone nach der nächstgelegenen Garage. Für den Garagisten ist es deshalb unverzichtbar, in diesen Systemen aufgeführt zu sein. Nur: Wie gelangt die Garage ins Navi?

Der Point of Interest – der Ort von Interesse – ist eigentlich nur eine geografische Koordinate, die den genauen Standort eines Objektes angibt, der für einen Nutzer wichtig oder interessant sein könnte. Das können Dienstleistungs- und Gastronomiebetriebe, Apotheken oder auch Freizeitlokale und touristische Sehenswürdigkeiten sein. In Navigationssystemen und Online-Karten muss der Punkt entsprechend definiert und die richtigen Daten hinterlegt werden.

Was für den Nutzer ein Ort von Interesse ist, ist für den Anbieter ein Point of Sale – ein Ort des Verkaufs. Das heisst: nur wer in den Navi-Systemen eingetragen ist, wird auch in der realen Welt gefunden und kann seine Produkte und Dienstleistungen an diese Kundengruppe verkaufen. Wie zum Beispiel einen Scheinwerfer zu wechseln. Und wenn die benachbarte Autowerkstatt nicht registriert ist, wird der Eintrag auch zum Konkurrenzvorteil.


Zielgruppe Autofahrer: Ein grosser Markt


Das ist ein beträchtlicher Markt: In der Schweiz sind allein gut 4,6 Millionen Personenfahrzeuge zugelassen, und hinzu kommen Transportfahrzeuge und ausländische Touristen. Während ihrer Fahrt haben Personen immer wieder die unterschiedlichsten Bedürfnisse und Probleme, die sie mit dem Navigationsgerät lösen: bei einer Panne die Autowerkstatt, bei leerem Tank die Tankstelle, bei Hunger das nächste Restaurant oder die nächstgelegene Bäckerei, und bei Müdigkeit ein Hotel. Oder doch noch schnell Blumen kaufen für die Partnerin. Sie alle sind potenzielle Kunden fürs Gewerbe.


Nur wie wird die Autowerkstatt auch zum definierten Point of Interest in den Kartensystemen? Der Garagenbetreiber könnte sich nun in Kleinarbeit bei jedem Hersteller von Navigationssystemen und Online-Karten registrieren und seine Daten dann selbst eingeben: Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten, Webseite und weitere Angaben. Diese Daten müssen auf allen Systemen gleich eingegeben werden und in jedem System immer auf dem neusten Stand gehalten werden. Das kann schnell mühsam und unübersichtlich werden – denn schliesslich hat ein Garagenbetreiber oder Bäcker wichtigeres zu tun. 

 

Zentrale Verwaltung bei SWISS LIST

 

Einfacher geht dies mit spezialisierten Anbietern, die eine zentrale Verwaltung aller Daten in unterschiedlichen Systemen und Plattformen gewährleisten. So hat etwa die Swisscom-Tochter localsearch ein solches Angebot unter dem Namen SWISS LIST im Frühling 2019 lanciert: In der Ausführung Standard werden unter anderem auch die Kontaktdaten der Firma auf den Navigationsgeräten von praktisch allen in der Schweiz erhältlichen Automarken eingespeist: Name, Adresse und Telefonnummer, Öffnungszeiten und Webadresse. 


Die zentrale Verwaltung läuft über das Online-Kundencenter von SWISS LIST: Hier gibt der Garagenbetreiber oder der Bäcker seine Daten einmal ein und aktualisiert sie bei Bedarf – und der Rest passiert automatisch.

Über den Autor

Harry Meier begeistert sich für die digitale Welt - und die Chancen, die sich für KMU daraus ergeben. Bei localsearch (Swisscom Directories AG) kümmert er sich um alles rund um die Kommunikation. Mit seinen Blog-Beiträgen unterstützt er Schweizer KMU dabei, online gefunden zu werden, Neukunden zu gewinnen und langfristig zu binden.