Schenk mir deine Herzen – Wie Sie Instagram für Ihr KMU erfolgreich einsetzen


13. Februar 2019 | Autor: Sandro La Marca, Content und Social Media Manager bei localsearch | Lesedauer: 5 Min.

Die Begeisterung der Schweizer für Instagram bleibt ungebrochen. Das bildorientierte soziale Netzwerk gewinnt stetig neue User und ist aus dem Alltag vieler Schweizer nicht mehr wegzudenken. Der Boom spiegelt sich auch in den Nutzerzahlen: 1.8 Millionen Instagram-User gibt es in der Schweiz – Tendenz steigend. Diese Entwicklung macht Instagram auch für KMU zu einem unverzichtbaren Tool. Wir erklären, wie man die App als Marketingtool erfolgreich einsetzen kann.

Wissen, wem Sie gefallen – Business Accounts auf Instagram


Schon scheinbar simple Einstellungen können über den Erfolg Ihres Instagram-Marketings entscheiden. Der erste Schritt? Erstellen Sie einen Business-Account, der das Abrufen von Statistiken zu Ihren Followern und Ihren Posts ermöglicht. Denn mit diesen Angaben können Sie zukünftige Posts noch besser auf Ihre Zielgruppe abstimmen.

Ausserdem kann man auf Instagram kostenpflichtige Werbung schalten. Werbung auf Instagram ist jedoch komplexer, als es auf den ersten Blick scheint; die Beratung durch Experten ist deshalb empfehlenswert.

Das Potential der „Bio“ (kurz für Biographie), einer Kurzbeschreibung Ihres Unternehmens, wird häufig nicht ausgeschöpft. Zwar stehen dort nur 150 Zeichen zur Verfügung, dennoch sollte man diese zusätzliche Möglichkeit, Aufmerksamkeit zu gewinnen nutzen. Wichtig: Hier können Sie Links zu Ihrer Website posten – dies ist sonst nur über Werbeanzeigen oder bei Accounts mit über 10'000 Followern möglich.


Mit den richtigen #Hashtags direkt in die Lebenswelt Ihrer Zielgruppe


Mit Instagram-Hashtags weist man Posts bestimmten Kategorien zu. Bis zu 30 Hashtags kann man zu einzelnen Posts setzen – allerdings wird sich niemand die Mühe machen, 30 Schlagwörter zu einem Foto zu lesen. In den allermeisten Fällen sind mehr als 10 Hashtags nicht angebracht. Wichtig ist, dass die Zuweisungen relevant und nicht zu allgemein sind. Schreiben Sie beispielsweise unter den Post Ihrer Gelateria also nicht einfach #sommer, sondern #sommerinzürich. Das verhindert, dass Ihr Bild in der Flut von Sommer-Bildern untergeht und Ihre Zielgruppe verfehlt. Sinnvoll ist es ausserdem, einen Firmen-Hashtag einzuführen. Diesen Firmen-Hashtag können dann nicht nur Sie, sondern auch Ihre Kunden verwenden.


Ein Instagram-Post sagt mehr als tausend Worte


Instagram sollte – genauso wenig wie Facebook – nicht bloss dafür genutzt werden, lediglich Inhalte aus Broschüren oder Websites weiterzuverbreiten. Statt dessen, muss der Content auf Instagram abgestimmt sein; dabei ist Einheitlichkeit das oberste Gebot. Gleich auf den ersten Blick muss klar sein, dass ein Post von Ihrem Unternehmen stammt. Gibt es Farbwelten, die typisch sind für Ihre Firma? Dann sollten sich diese Farben auch in Ihren Instagram-Posts wiederfinden.

Die Produkte oder Dienstleistungen Ihres Unternehmens sollten bei konkreten Anwendungen gezeigt werden. Das macht es den Follower leichter, Bezüge zur eigenen Lebenswelten herzustellen. Bei reinen Produktbildern ist das deutlich schwieriger.

Verzichten Sie zudem auf ausführliche Bildunterschriften. Lange Texte passen nicht zu einem visuellen Social Media-Kanal wie Instagram. Zumal beim Klick auf einen Post ohnehin nur die ersten drei Zeilen sichtbar sind.

Stories für ihren Erfolg


Zwar ist Instagram in erster Linie als Foto-App bekannt. Dennoch bietet die App eine Vielzahl weiterer Möglichkeiten, Ihre Zielgruppe anzusprechen. So ist die Story-Funktion ideal für Content, der nur für kurze Zeit relevant ist. Ein Beispiel dafür wäre die Berichterstattung vom „Tag der offenen Tür“ Ihrer Firma. Instagram-Stories haben nämlich einen entscheidenden Vorteil: Sie werden ganz oben im Newsfeed prominent platziert; Storybeiträge stechen dem Nutzer also beim Öffnen der App direkt ins Auge.

Während Stories allerdings nach 24 Stunden wieder verschwinden, bleiben Fotos oder Videos für eine beliebige Zeitdauer auf Ihrem Firmenprofil sichtbar. Zu bedenken ist hier aber, dass die Ansprüche an die Videoqualität noch um einiges höher ist als bei Stories; verwackelte Videos haben auf Ihrem Profil deshalb nichts zu suchen.


Den richtigen Weg zwischen gähnender Leere und Bilderflut finden


Gerade von kleinen Unternehmen wird der Aufwand für die Pflege eines Instagram-Accounts häufig unterschätzt. Weil Aktualiät Trumpf ist, sollte Ihr letzter Post nicht zwei Jahre zurückliegen und die Sommeraktion von 2016 zeigen. Andererseits wollen Ihre Follower auch nicht täglich von einer Bilder- und Videoflut überrollt werden. Gefragt ist ein gesundes Mittelmass. Eine Posthäufigkeit, die irgendwo zwischen 2 Posts am Tag und 3 pro Woche liegt kann als Faustregel gelten. Eine umsichtige Dosierung erfordert auch die Story-Funktion. Planen Sie frühzeitig, wann Sie Ihr Profil mit neuen Inhalten befüllen möchten. Die besten Tage für neue Beiträge sind übrigens Sonntag, Montag und Donnerstag. Professionelle Anbieter oder die professionellen Social Media Kampagnen MyCAMPAIGNS SOCIAL von localsearch können Ihnen dabei helfen, eine massgeschneiderte Instagram-Strategie für Ihr Unternehmen zu entwickeln. Im Fall von MyCAMPAIGNS SOCIAL werten unsere Experten die Strategie und Ergebnisse mit Ihnen zusammen aus und optimiert diese für ihren individuellen Erfolg.


Vernetzen Sie sich - Interaktion mit der Instagram-Community


Vielleicht posten Sie bereits schöne Bilder, die eine beachtliche Anzahl an Likes erhalten. Was jetzt noch fehlt? Interaktion mit den Usern ist gefragt. Dass User-Kommentare und Anregungen zeitnah und sachlich beantwortet werden sollen, versteht sich von selbst. Noch mehr Aufmerksamkeit können Sie mit dem Posten von Content generieren, der die Nutzer aktiv werden lässt. Sie produzieren Sandwiches? Fordern Sie Ihre Follower auf, Bilder zu posten, wie sie Ihr Sandwich an der schönsten Location der Stadt essen. Sie verkaufen Küchen? Starten Sie einen Wettbewerb für die schönsten Menüs, die in einer Ihrer Küchen kreiert worden sind. Auch einfache Elemente wie die Aufforderung, Freunde unter einem Bild zu verlinken, können sich als wirksamer Aufmerksamkeitsbooster für Ihr Unternehmen erweisen. Wichtig wäre in diesem Fall: Falls Sie User-Bilder reposten möchten, müssen Sie den Besitzer des Bildes stets um Erlaubnis fragen.


Networking einfach gemacht


Um wirklich Teil der Instagram-Community zu werden, genügt es jedoch nicht, nur eigene Inhalte zu posten. Vernetzten Sie sich, suchen Sie aktiv nach Accounts, die zu Ihrem Unternehmen passen und liken Sie deren Bilder. Ein Beispiel: Ein Poolbauer kann Posts aus seiner Umgebung liken, welche mit dem Hashtag „Pool“ versehen sind. Das kann zusätzliche User auf sein Unternehmen aufmerksam machen. Eine weitere Möglichkeit ist die Vernetzung mit anderen Firmen. Ihr Gartenbaugeschäft arbeitet häufig mit demselben Architekten zusammen? Folgen Sie dem Account des Architekturbüros und verlinken Sie die schönsten Projekte Ihrer Zusammenarbeit.

Instagram hat viel Potential als Marketing-Tool; wenn Sie die obenstehenden Tipps befolgen, kommen Sie einer erfolgreichen Nutzung bereits ein grosses Stück näher.