4 Marketing Trends, die Sie im 2016 beobachten sollten

Autor
Dimitri Burkhard, Montag, 4. April 2016

Im Markt wird sich im 2016 etwas bewegen - wortwörtlich. Konsumenten sind mehr und mehr an ihre Smartphones gefesselt und erledigen Ämtli immer öfter von unterwegs. Und die virtuelle Realität wird spätestens an Weihnachten 2016 in den Stuben Einzug halten.

Fürs Marketing bieten sich mindestens vier Trends, welche Sie unbedingt im Auge behalten sollten:

1. Das digitale Portemonnaie hält Einmarsch

An immer mehr Kassen findet man die Option, mit «Paymit» zu bezahlen. Aber was bedeutet das genau? Auf einfachste Weise können registrierte App-Nutzer Einkäufe bezahlen oder Abos aufladen. Auch Pizzakuriere oder Coiffeure werden im Laufe des Jahres Zahlungen per Handy akzeptieren. In Übersee machen sie das bereits.

Das digitale Portemonnaie ist für Nutzer attraktiv, da einfach, und für Anbieter, da kostengünstig. Im Vergleich zu Debit- und Kreditkarten sind die Gebühren für den Anbieter um ein Vielfaches tiefer. Die App TWINT von der Postfinance verspricht Transaktionsgebühren ab 10 Rappen. In der Schweiz hat auch Paymit von der UBS und ZKB gute Chancen, sich zu etablieren. Aber viel Vorsprung bleibt nicht, bevor die Grossen mit Apple Pay und Google Wallet den helvetischen Markt erobern.

Ob Sie Waren verkaufen, Autofahrstunden anbieten oder ein Restaurant führen: Um mobile Bezahlungen kommen Sie je länger je weniger herum. Spätestens bis Ende 2016 wird sich herausstellen, ob sich das digitale Portemonnaie in der Schweiz durchsetzt - und welches System den Markt beherrscht. Innovative KMUs können jetzt schon einen Anbieter wählen und den Mehrwert von mobiler Bezahlung im Marketing ausschlachten.

(Quelle: Postfinance)

Arriva il portafoglio digitale

2. Virtuelle Kommunikation im engen Kreis

Snapchat und WhatsApp: Im letzten Jahr sind Interaktionen vermehrt in mobile Chat-Applikationen abgewandert. Dazu gehören auch geschlossene Facebook-Gruppen, welches es mittlerweile zu allerlei Themen gibt. Sogenannte «Power User» vermelden, dass sie aus einem engeren Kreis von Gleichgesinnten einen Mehrwert erhalten, der öffentliche Netzwerke nicht bieten können.

Was bedeutet dies für KMU? Unternehmen können im 2016 auf einfache Weise den Kundendienst aufpeppen. Gehen Sie auf die Bedürfnisse Ihrer Kundschaft ein und bieten Sie eine Kontaktmöglichkeit per WhatsApp an. Einfacher geht es nicht: Drucken Sie das WhatsApp-Logo neben Ihrer Natelnummer auf und schon können Kunden Sie per WhatsApp kontaktieren.

3. Immer im Bild mit Instagram

Frei nach dem Motto «Bilder sagen mehr als tausend Worte» erstaunt es nicht, dass visuelle Inhalte auch im Internet das geschriebene Wort übertrumpfen. Mobile Apps, die das Verbreiten von Fotos und Videos ermöglichen, werden immer beliebter. Und auch im 2016 wird das Wachstum nicht abnehmen.

Die Foto-Sharing App Instagram ist in der Schweiz schon auf jedem zehnten Smartphone installiert. Eine halbe Million «Instagrammer» teilen also regelmässig Fotos von Dingen, die ihnen etwas bedeuten: #chocolate, #babybauch und #swatch (Quelle: NZZ am Sonntag).

Ab sofort bietet Instagram für Firmen die Möglichkeit, gezielt Werbung zu schalten. Auf dieser (noch unverbauten) Spielwiese tummeln sich die unter 19- sowie über 34-Jährigen. Und die Erfolgsquote scheint gegenüber anderen Marketingkanälen um einiges besser. Bewirtschaften Sie im 2016 doch ein eigenes Firmen-Profil, um vom Instagram-Kuchen ein Stück abzubekommen.

(Quellen: Statistik Schweiz, thomashutter.com)

4. Hinter den Kulissen mit Live Video

Die virtuelle Realität ist spätestens im 2015 auf den Smartphones angekommen. Dank mobilen Apps wie Periscope und der billigen «Cardboard»-Brille von Google ist die Welt mindestens für Technologie-Begeisterte weiter geschrumpft. Live-Konzerte oder Seminare sind genauso wie der indische Taj Mahal oder das Gornergrat erlebbar geworden.

Technologien für die Aufnahme von Live-Video werden immer kostengünstiger. Sprich: Es reicht ein Smartphone mit Kamera und eine stabile Internetverbindung. Im 2016 wird die virtuelle Realität auch bei Herrn und Frau Schweizer ankommen. Grosse Firmen werden Anlässe speziell für sogenanntes «Live Broadcasting» durchführen. Andere werden Fans hinter die Kulissen führen, um Sympathiepunkte zu sammeln.

Diesen Wandel können sich auch kleinere Firmen zunutze machen. Ein Velomechaniker könnte eine Führung durch die Werkstatt aufnehmen. Eine Hochzeitsfotografin vor Ort ein kurzes Video drehen. Zeigen Sie Ihr Gesicht, denn je spontaner und ungehobelter das ganze daher kommt, desto besser.

Hochzeitsfotografie

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