11 Goldene Regeln für standortbasiertes Marketing

Autor
Ellen Tedaldi, Samstag, 12. März 2016

Mehr als die Hälfte der Schweizer Bevölkerung surft mobil.  Wer aus dem Haus geht, hat heute neben Schlüssel und Portemonnaie vor allem das Smartphone dabei. Künftig ersetzt das Smartphone auch Schlüssel und Portemonnaie, wenn wir mit Anwendungen wie Paymit oder Twint mobil bezahlen können.

Empfehlungen von Fremden

Empfehlungen durch Freunde gewichten wir stärker als Werbung. Wenn wir niemanden kennen, schauen wir auf Plattformen, wo fremde Menschen beispielsweise ein Lokal bewerten und empfehlen. An Orten, an denen wir uns nicht auskennen, ist das Smartphone zum persönlichen Reiseführer geworden. Möglich machen dies Apps wie Google Now, Yelp, Foursquare, search.ch, TripAdvisor oder local.ch.

Die Kontrolle wiedererlangen durch Teilnehmen

Für Restaurants, Hotels und andere Geschäfte bedeutet dies: Ob sie es wollen oder nicht, auf einer dieser Plattformen oder gar auf allen bewerten Kunden und Gäste öffentlich. Sobald ein Lokal erfasst ist, werden sich rasch viele Bewertungen sammeln. Lob ist natürlich willkommen – doch auch Kritik wird sichtbar. Wer dies nicht im Auge behält, überlässt sich blindlings der kundengenerierten Beeinflussung.

Standortbasiertes Marketing für KMU

Geomarketing bringt Vorteile (KMU Businessworld)

Unternehmen sollten einen Teil der Kontrolle ihrer Kommunikation zurückzugewinnen. Dazu müssen Sie zuhören und sich am Dialog beteiligen. Mit mehrfachem Nutzen: Sie verbessern und stärken Ihr Image, sind auf den Plattformen präsent und vermarkten Ihr Angebot, ohne dass dies als störende Werbung empfunden wird.

11 Goldene Regeln für mobiles und standortbasiertes Marketing

  • Seien Sie mobile erreichbar. Mit einer für Mobile optimierten Webseite. In Suchmaschinen werden solche Webseiten weiter oben erscheinen.
  • Optimieren Sie die Ladezeiten Ihrer Website. Auf Smartphones mit langsamer Internetverbindung ist es ärgerlich, wenn eine Seite minutenlang lädt. Der Besucher will die Informationen unmittelbar und übersichtlich erhalten, sonst springt er ab.
  • Erstellen Sie eine barrierefreie Website. Barrierefreie Websites sind besser zugänglich, unabhängig vom Gerät. Vermeiden Sie Funktionen und Elemente, die nur mit zusätzlichen Plugins und spezieller Software verfügbar sind. Flash-Elemente funktionieren beispielsweise auf iOS-Geräten nicht und sind für technologische Hilfsmittel wie Screenreader nicht bedienbar.
  • Seien Sie mit einem eigenen Profil präsent auf standortbasierten Plattformen wie Foursquare oder Facebook. Gäste und Kunden finden Sie dadurch besser und Sie bleiben informiert über deren Bewertungen.
  • Erstellen Sie für Ihr Unternehmen Einträge in Geo-Plattformen wie Google Maps und für Google My Business. Erfassen Sie Ihre Daten möglichst genau, achten Sie auf die korrekte Schreibweise der Strasse oder der Telefonnummer im internationalen Format. Telefonnummern werden dadurch klickbar und potenzielle Gäste und Kunden können direkt anrufen.
  • Prüfen und ergänzen Sie bestehende Einträge sowie Ihre Website mit Ihren Öffnungszeiten. In den Suchergebnissen sehen Nutzer dann bereits in der Vorschau: «Jetzt geöffnet» oder «In 30 Minuten geschlossen».
  • Kommunizieren Sie immer mobiletauglich: Wenn Sie Newsletter an Kunden versenden, sollten diese auch auf Smartphones gut lesbar sein.
  • Bieten Sie etwas Besonderes an. Wenn Sie Werbung in den genannten Plattformen schalten, überlegen Sie sich einen Zusatznutzen. Rabattcodes in Form eines QR-Codes können ein guter Anreiz sein, real in Ihr Geschäft zu kommen.
  • Beteiligen Sie sich am Dialog. Wo Menschen zusammenkommen, passieren Fehler. Missverständnisse oder falsche Erwartungen gehören dazu. Heute wird dies schnell im Web sichtbar. Beantworten Sie Reklamationen, entschuldigen Sie sich für Fehler und bieten Sie eine Wiedergutmachung an.
  • Bitten Sie Ihre Kunden und Gäste um Feedback. Machen Sie Ihre Kunden auf Ihre Profile auf den Plattformen aufmerksam und bitten um Feedback, um möglichst viele aussagekräftige Bewertungen zu erhalten.
  • Stärken Sie Ihre Community. Nörgler gibt es überall. Pflegen und betreuen Sie Ihre Community - diese wird im Ernstfall für Sie einstehen. Einzelne negative Kommentare verlieren durch eine wohlwollende und positiv eingestimmte Community an Relevanz.