Schweizer KMU blicken optimistisch in das neue Jahr, Angst macht die Cyber-Kriminalität


  • KMU sind mit wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zufrieden, Fachkräftemangel kaum ein Thema

  • Fast jedes zweite KMU rechnet für das Jahr 2020 mit steigenden Umsätzen

  • 79 Prozent aller KMU sehen Cyber-Kriminalität als ernstzunehmende Gefahr

  • Die Hälfte aller KMU sind mit digitalem Marketing überfordert


Zürich, 28. Januar 2020

Die Stimmung unter den Schweizer KMU ist gut: Sie blicken optimistisch ins neue Jahr und sind mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zufrieden. Fast jedes zweite Unternehmen rechnet dank guter Auftragslage mit steigenden Umsätzen, viele sogar mit einem höheren Gewinn als im Vorjahr. Angst macht hingegen die Cyberkriminalität – 79 Prozent der befragten Firmen sehen diese als ernstzunehmende Gefahr für die KMU. Das zeigt das repräsentative KMU-Stimmungsbarometer für das Jahr 2020 von localsearch (Swisscom Directories AG).

Das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft ist in bester Verfassung. Die KMU erwarten ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr. Eine repräsentative Umfrage von localsearch (Swisscom Directories AG) unter 418 KMU in der Deutsch- und Westschweiz zeigt: 64 Prozent der befragten Unternehmen rechnen 2020 mit einem positiven Geschäftsergebnis und 42 Prozent davon erwarten gar einen höheren Gewinn als noch im Vorjahr. Nur 7 Prozent aller KMU rechnen 2020 mit einem Verlust. Dennoch kann es sich nur jedes fünfte KMU leisten, zusätzliche Mitarbeiter einzustellen.

Zur positiven Stimmung unter den KMU tragen auch die wirtschaftlichen Rahmen-bedingungen bei. So sagen 64 Prozent der Unternehmer, diese seien gut bis hervorragend. Nur eine Minderheit von 21 Prozent hat eine gegenteilige Meinung und beurteilt das Umfeld negativ. Getrübt wir das überwiegend positive Bild allerdings durch eine wenig erfreuliche Einschätzung der Befragten: Jeder zweite Unternehmer geht nämlich davon aus, dass es für Schweizer KMU immer schwieriger wird, sich durch Innovationen vom Wettbewerb abzuheben.

Zu einem guten wirtschaftlichen Umfeld gehört auch die Verfügbarkeit von qualifizierten Mitarbeitern. Obwohl der Fachkräftemangel auf politischer Ebene und in den Medien hohe Aufmerksamkeit geniesst, scheint er für die Schweizer KMU keine grosse Relevanz zu haben. Nur 12 Prozent der hiesigen Firmen bekunden nach eigener Einschätzung grosse Mühe, geeignete Fachkräfte zu finden. 23 Prozent haben immer mal wieder Schwierigkeiten, gut ausgebildete Mitarbeiter rekrutieren zu können.

Einziger Wermutstropfen in dem gesamthaft guten Bild der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind die hohen Schweizer Personalkosten. Für 29 Prozent der befragten Firmen stellen sie eine bedeutende unternehmerische Herausforderung dar. 19 Prozent geben gar an, die hohen Personalkosten seien für ihr Unternehmen ein ernsthaftes Problem.

Cyber-Kriminalität macht Angst

 

Sorgen bereitet vielen Schweizer KMU die mit der Digitalisierung einhergehenden Risiken. So sind 79 Prozent der Firmen davon überzeugt, dass die Cyber-Kriminalität auch für KMU eine ernstzunehmende Gefahr darstellt.

Recht gibt dieser Einschätzung die Swisscom. Sie geht in ihrem Cyber Security Report 2019 davon aus, dass gezielte Angriffe tatsächlich immer wahrscheinlicher werden und die verfügbaren technischen Mittel oft nicht ausreichen, um mit den Fähigkeiten professioneller Cyber-Akteure mithalten zu können. Und der im Januar 2020 erschienen Allianz Risk Barometer konstatiert: Cyber-Vorfälle sind das grösste Geschäftsrisiko in der Schweiz. 

Widersprüchlich ist allerdings die Beurteilung der eigenen Gefahrensituation der Schweizer KMU: Die meisten Firmenlenker (67 Prozent) gehen davon aus, dass ihr Unternehmen für Cyber-Kriminelle eher unbedeutend ist. Über mögliche Angriffe auf das eigene Firmennetzwerk ist nur jeder fünfte Geschäftsinhaber besorgt. Diese Gruppe gibt an, ihr KMU könnte für Hacker von beachtlichem Interesse sein.

KMU-Selbstkritik: «Digitales Marketing überfordert meine Firma» 

Schlechte Noten geben sich die KMU-Unternehmer beim digitalen Marketing: Fast jeder Zweite von ihnen (44 Prozent) sagt, seine Firma würde diese Disziplin nicht beherrschen. Nur 5 Prozent sind davon überzeugt, alles richtig zu machen, 26 Prozent wähnen sich zumindest auf dem richtigen Weg. Fast jeder Fünfte gibt zu, die digitalen Marketing-Fähigkeiten seines eigenen Unternehmens nicht abschliessend einschätzen zu können.

Digitalisierung: Jedes vierte Schweizer KMU verweigert sich…

Jeder dritte KMU-Unternehmer meint, dass in seiner Branche die Digitalisierung «massiv unterschätzt» würde. Tatsächlich unterstreicht die vorliegende Umfrage diese Einschätzung: 24 Prozent der Umfrageteilnehmer glauben, die Digitalisierung würde spurlos an ihren Geschäftsaktivitäten vorbeigehen und jeder dritte Unternehmer (31 Prozent) ist sich sicher, dass die Digitalisierung in seiner Branche keine besonderen Veränderungen herbeiführen wird.

Realistischer ist die grosse Mehrheit (61 Prozent) der befragten KMUler. Sie ist sich bewusst, dass die digitale Revolution nicht vor ihrem Unternehmen Halt machen wird. Ganz generell scheinen viele KMU diesem Trend positiv begegnen zu wollen: 72 Prozent aller Umfrageteilnehmer sagen, sie gingen die Herausforderungen der Digitalisierung zuversichtlich an. Zwei Drittel (67 Prozent) sind davon überzeugt, zumindest in diesem Jahr mit der digitalen Entwicklung Schritt halten zu können.

…jedes zweite KMU will hingegen in die Digitalisierung investieren

Auch wenn viele KMU der Digitalisierung keine Bedeutung für ihr Geschäft beimessen: Ein weitaus grösserer Teil der befragten Firmen (54 Prozent) begegnet dem digitalen Wandel grundsätzlich positiv und glaubt, dass ihr Unternehmen davon profitieren kann. Damit das gelingt, will jedes zweite KMU (45 Prozent) 2020 mehr in diesen Bereich investieren. Trotzdem ist eine solide Mehrheit (59 Prozent) davon überzeugt, dass es eher die grossen Marktplayer sein werden, die als Digitalisierungsgewinner aus dem Rennen gehen werden.

Über die Umfrage

Die repräsentative Umfrage «KMU-Stimmungsbarometer 2020» hat das Marktforschungsinstitut amPuls (Luzern) im Auftrag von localsearch (Swisscom Directories AG) im Dezember 2019 durchgeführt. Befragt wurde ein repräsentatives B2B-Online-Panel mit einer Stichprobe von 418 KMU aus der Deutsch- und Westschweiz mit bis zu 249 Mitarbeitern. Abgefragt wurden vorgegebene Aussagen. amPuls ist Mitglied im Verband Schweizer Markt- und Sozialforschung.

Zusätzliche Quellen:

1. Allianz Risk Barometer 2020 für die Schweiz (Allianz Global Corporate & Speciality, München)

2. Swisscom Cyber Security Report 2019

Über localsearch

localsearch ist der führende Marketing- und Werbepartner der Schweizer KMU. Das Produktportfolio von localsearch unterstützt Unternehmen dabei, online gefunden zu werden, Neukunden zu gewinnen und langfristig zu binden. Mit einfachen und effektiven Lösungen für Onlinemarketing, einer kompetenten Beratung vor Ort und einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis stellt localsearch den Erfolg der KMU in der digitalen Welt sicher. Mit local.ch und search.ch betreibt und vermarktet localsearch zudem die reichweitenstärksten Verzeichnis- und Buchungsplattformen in der Schweiz mit gemeinsam über 7 Millionen Unique Clients pro Monat (brutto, Quelle: Net-Metrix). local.ch und search.ch zählen zu den beliebtesten Apps der Schweiz.

localsearch, local.ch und search.ch sind Marken der Swisscom Directories AG. Swisscom Directories AG gehört zu 100% der Swisscom. Weitere Informationen finden Sie unter localsearch.ch.

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