Ach­tung vor Adressbuchschwindel

Immer wieder versuchen dubiose Firmen, Unternehmen zum Abschluss nutzloser Verträge zu bewegen. Häufig werden ihnen Einträge in angeblich attraktiven Telefonverzeichnissen, Branchen-, Firmen- und Markenregistern offeriert. Vordergründig erscheinen die Dienste kostenfrei zu sein. Tatsächlich versuchen unseriöse Unternehmen damit, unbemerkt kostenpflichtige Vertragsabschlüsse zu erzielen.

Sol­che Ange­bo­te erhal­ten Betrie­be gemäss SECO  (Schwei­zer Staats­se­kre­ta­ri­at für Wirt­schaft) bei­spiels­wei­se per Tele­fon oder von einem Ver­tre­ter, der per­sön­lich zu Besuch kommt. Beson­ders häu­fig wer­den aber ent­spre­chen­de Schrei­ben per Fax ver­brei­tet. Sie ent­hal­ten neben einem Adress­kor­rek­tur­feld auch viel Klein­ge­druck­tes. Bis­wei­len sehen die For­mu­la­re so aus, als wären sie von einem offi­zi­el­len oder bekann­ten Verzeichnis.

Sol­che Schrei­ben soll­ten weder unter­schrie­ben noch zurück­ge­schickt wer­den. Ansons­ten kann sich das betrof­fe­ne Unter­neh­men unwil­lent­lich schnell in einem teu­ren Ver­trag wie­der­fin­den. Durch Rech­nun­gen, Mah­nun­gen und Betrei­bungs­an­dro­hun­gen for­dern die Betrü­ger dann ent­spre­chen­de Zah­lun­gen ein.

Des Wei­te­ren kommt es vor, dass fik­ti­ve Rech­nun­gen für Ein­trä­ge auch ohne einen vor­her­ge­hen­den Kon­takt zuge­stellt wer­den. Hier­bei ver­su­chen sich die Betrü­ger die Kom­ple­xi­tät von Unter­neh­men zunut­ze zu machen. So hof­fen sie, dass Fir­men mit umfang­rei­chen Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tu­ren im hek­ti­schen All­tag den Zah­lungs­for­de­run­gen nach­kom­men, ohne sie genau zu prüfen.

Ach­tung vor Betrü­gern: Las­sen Sie sich nicht täuschen!

Lei­der trei­ben ver­schie­de­ne dubio­se Bran­chen­ver­zeich­nis­an­bie­ter mit ihren höchst zwei­fel­haf­ten Ange­bo­ten bei Schwei­zer Fir­men ihr Unwe­sen. Ver­zeich­nis­schwind­ler ope­rie­ren mit Fir­men­na­men oder Bezeich­nun­gen, wel­che von Kun­den mit seriö­sen Anbie­tern (z.B. angeb­li­che Muta­ti­on für bereits bestehen­de Ver­trags­be­zie­hung) ver­wech­selt wer­den können.

 

So erken­nen Sie Betrüger:

  • Auf­for­de­rung zu Ant­wort per Fax
  • Auf­for­de­rung zu Anga­be von Kreditkartendetails
  • Ver­wen­dung von aus­län­di­schen Tele­fon­num­mern (bspw. «004», «+49», etc.)
  • Ver­wen­dung von Email-Adres­sen, die nicht «localsearch.ch» enthalten
  • Son­der­ba­re Bezeich­nun­gen: Adress­buch­schwind­ler ver­wen­den Fir­men­na­men (bspw. Local­se­arch Switz­er­land, Local-Search Switz­er­land, etc.), Logos, Pro­dukt­be­schrei­bun­gen, Email-Adres­sen und Web­site-Links, wel­che von Kun­den mit seriö­sen Anbie­tern ver­wech­selt wer­den können
  • Die Iden­ti­tät des Absen­ders ist prak­tisch in allen Fäl­len unklar und kann kaum nach­ver­folgt werden

 

Wich­tig: Sind Sie nicht sicher, ob es sich bei einer Offer­te oder Rech­nung um ein ech­tes Doku­ment von local­se­arch (Swiss­com Direc­to­ries AG) han­delt? Schi­cken Sie uns eine Kopie des Doku­ments an customercare@localsearch.ch – wir prü­fen die­ses umgehend.

 

Bei­spiel von Täuschungsversuchen:

Was steht dazu im Gesetz?

Das Bun­des­ge­setz gegen den unlau­te­ren Wett­be­werb (UWG) äußert sich zu dem Sach­ver­halt ein­deu­tig. Zwar dür­fen Fir­men für Ein­tra­gun­gen in Ver­zeich­nis­se aller Art wer­ben – bei­spiels­wei­se mit­hil­fe von Offert­for­mu­la­ren oder Kor­rek­tur­an­ga­ben. Aller­dings müs­sen sol­che For­mu­la­re nach Arti­kel 3 Absatz 1 Buch­sta­be p des UWG an gut sicht­ba­rer Stel­le und in gro­ßer Schrift ver­ständ­lich dar­auf hinweisen:

  • „die Ent­gelt­lich­keit und den pri­va­ten Cha­rak­ter des Angebots
  • die Lauf­zeit des Vertrags
  • den Gesamt­preis ent­spre­chend der Laufzeit
  • die geo­gra­fi­sche Verbreitung
  • die Form
  • die Min­dest­auf­la­ge
  • den spä­tes­ten Zeit­punkt der Publikation“

Ergän­zend dazu gibt Arti­kel 3 Absatz 1 Buch­sta­be q des UWG Auskunft:

„Unlau­ter han­delt ins­be­son­de­re, wer für Ein­tra­gun­gen in Ver­zeich­nis­se jeg­li­cher Art oder für Anzei­gen­auf­trä­ge Rech­nun­gen ver­schickt, ohne vor­gän­gig einen ent­spre­chen­den Auf­trag erhal­ten zu haben.“

 

Fra­gen und Antworten

Wie soll ich mich ver­hal­ten, wenn ich ein For­mu­lar zum Ein­tra­gen in ein Ver­zeich­nis oder für eine Anzei­ge bekom­men habe? 

Häu­fig bekom­men Sie For­mu­la­re zuge­sandt, die bereits eini­ge Daten Ihres Unter­neh­mens ent­hal­ten. Der Absen­der bit­tet hier, die Anga­ben zu kon­trol­lie­ren, gege­be­nen­falls fal­sche zu kor­ri­gie­ren und das For­mu­lar vor der Rück­sen­dung zu unter­schrei­ben. Auch wenn vie­le auf den ers­ten Blick mei­nen, dass der Anbie­ter das eige­ne Unter­neh­men kos­ten­frei in bestehen­de Regis­ter ein­fügt oder Anzei­gen schal­tet – in den meis­ten Fäl­len han­delt es sich um den Abschluss eines kos­ten­pflich­ti­gen Ver­trags. Doch so weit muss es nicht kom­men, sofern Sie die­se Rat­schlä­ge beherzigen:

  • Lesen Sie alles genau – ins­be­son­de­re das Klein­ge­druck­te – bevor Sie etwas unterschreiben.
  • Wenn Sie etwas nicht ver­ste­hen, unter­schrei­ben Sie es nicht.
  • Infor­mie­ren Sie sich im Zwei­fels­fall über den Absen­der. Füh­ren Sie dazu etwa eine Inter­net­re­cher­che durch.

 

Ich habe bereits ein offen­bar unse­riö­ses Ange­bots­for­mu­lar unter­schrie­ben und zurück­ge­schickt. Was ist jetzt zu tun? 

Als Ers­tes set­zen Sie ein Schrei­ben zur Anfech­tung des Ver­trags auf. For­mu­lie­ren Sie dazu einen Brief, der min­des­tens die­sen Text ent­hält: „Ich bin durch Ihr For­mu­lar getäuscht wor­den. Des­halb fech­te ich einen allen­falls abge­schlos­se­nen Ver­trag wegen Irr­tums und absicht­li­cher Täu­schung an. Der Ver­trag ist somit unver­bind­lich.“ Die Anfech­tung schi­cken Sie dann dem Absen­der als Ein­schrei­ben per Post zu. Außer­dem ist es rat­sam, eine Abschrift der Anfech­tung sowie des gesam­ten Schrift­ver­kehrs zu speichern.

 

Auch nach der Ver­trags­an­fech­tung bekom­me ich immer noch Rech­nun­gen, Mah­nun­gen oder einen Zah­lungs­be­fehl. Wie soll ich dar­auf reagieren? 

Sofern Sie den Ver­trag gegen­über dem Unter­neh­men bereits ange­foch­ten haben, dür­fen Sie wei­te­re Rech­nun­gen und Mah­nun­gen igno­rie­ren. Denn die ein­ma­li­ge Anfech­tung ist ausreichend.

Wenn Sie von­sei­ten eines Inkas­so­in­sti­tuts auf­ge­for­dert wer­den, offe­ne Rech­nungs­be­trä­ge zu beglei­chen, soll­ten Sie es über den Sach­ver­halt infor­mie­ren. Sen­den Sie hier­zu eine Kopie der Anfech­tung zu, um das Inkas­so­un­ter­neh­men über die unbe­rech­tig­te For­de­rung in Kennt­nis zu setzen.

Für den Fall, dass sich das Betrei­bungs­amt mit einem Zah­lungs­be­fehl an Sie wen­det, kön­nen Sie inner­halb von zehn Tagen Rechts­vor­schlag erhe­ben. Durch die­sen legen Sie gegen die offe­ne For­de­rung Wider­spruch ein, wodurch das Betrei­bungs­ver­fah­ren vor­erst aus­ge­setzt wird. Um die­ses wie­der auf­zu­neh­men, muss der Gläu­bi­ger im Rah­men der Rechts­öff­nung stich­hal­ti­ge Bewei­se für die For­de­rung bei Gericht einreichen.

 

Wie kann ich mich sonst gegen Adress­buch­be­trü­ger wehren? 

Als Betrof­fe­ner haben Sie die Mög­lich­keit, beim SECO Beschwer­de ein­zu­le­gen. Dazu bie­tet es ein eige­nes Beschwer­de­for­mu­lar an. Sofern vie­le Per­so­nen von einem bestimm­ten Adress­buch­schwind­ler Abmah­nun­gen erhal­ten, kann das SECO auf­grund unlau­te­ren Wett­be­werbs eine straf- oder zivil­recht­li­che Kla­ge anstren­gen. Wenn es sich hin­ge­gen um ein­zel­ne Fäl­le han­delt, wird das Staats­se­kre­ta­ri­at für Wirt­schaft nicht tätig.

Alter­na­tiv dazu haben Sie die Mög­lich­keit, sel­ber einen Straf­an­trag zu stel­len oder eine Zivil­kla­ge zu erheben.

 

Hin­weis

Unter­neh­mer wer­den immer wie­der Opfer von Adress­buch­be­trü­gern, weil sie erhal­te­ne For­mu­la­re nicht genau lesen. Denn wer die­se unbe­dacht unter­schreibt und zurück­sen­det, hat unwil­lent­lich einen kos­ten­pflich­ti­gen Ver­trag abge­schlos­sen. Das kann nicht nur teu­er wer­den, son­dern auch Zeit und Ner­ven kosten.

 

Über den Autor
Emire Mustafa
Emire Mustafa ist Digital-Marketing-Enthusiastin und Digital Marketing Managerin bei localsearch (Swisscom Directories AG). Sie recherchiert für Sie spannende Berichte rund um die Digitalisierung.
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