Die ältesten Vertreter:innen der Generation Alpha sind Anfang der 2010er geboren und stehen kurz vor dem Eintritt ins Berufsleben. Sie sind zu hundert Prozent digital aufgewachsen und bringen klare Erwartungen an Arbeit, Lernen und Karriere mit. Was bedeutet das für Lehrbetriebe?
Sinn schlägt Status
Arbeit muss mehr sein als ein Job. Die Gen Alpha will wissen, warum sie morgens aufsteht. Sie sucht Sinn, nicht nur Sicherheit. Gemäss einer Studie von American Express steht für die Lernenden nicht mehr nur Geld im Vordergrund. KMUs sollten deshalb auf ihre Werte und Unternehmenskultur setzen.
Die Menschen machen den Ausschlag
Die Gen Alpha beurteilt Bewerbungsprozesse nicht nur positiv. Das zeigt das Nahtstellenbarometer 2025 des Bundesamts DEZA. Bei jeder Interaktion im Bewerbungsprozess fragt sie sich: Verbirgt sich dahinter ein gesundes Arbeitsklima? Legt das Unternehmen Wert auf mentale Gesundheit und Work-Life-Balance?
Mitreden gehört dazu
In der Jugendstudie 2025 der Universität St. Gallen zeigt sich: Die Gen Alpha benennt ihre Erwartungen und Bedingungen klar und setzt Grenzen. Zum Beispiel bei Überlastung oder wenn die Wertschätzung fehlt. Wer die Gen Alpha gewinnen will, ermöglicht deshalb Mitgestaltung.
Digital ist ein Muss
Die Gen Alpha ist digital aufgewachsen. Smartphones und digitale Tools sind selbstverständlich und prägen Lern- und Arbeitsverhalten. Dazu gehört auch KI: Gemäss James-Studie von ZHAW und Swisscom nutzen 71 % der Jugendlichen KI-Tools. Klassische Bewerbungsmassnahmen sind für die Gen Alpha praktisch unsichtbar.
Die Lehre ist erst der Anfang
Bereits Teenager stellen Perspektiven und Entwicklung über Belohnungen. In der Studie Generation Z & Millennial Survey 2025 der Wirtschaftsberatung Deloitte haben Flexibilität, Weiterbildung und persönliches Wachstum für die Gen Alpha Priorität.
Echt schlägt professionell
Lernende vertrauen ihren Kolleginnen und Kollegen mehr als Stellenanzeigen. Kurze, digitale Inhalte auf TikTok oder Instagram sind glaubwürdiger als die Karriereseite. Gerade, wenn Lernende zu Wort kommen. Wer Talente gewinnen will, überlässt den Lernenden den Social Media Account – wenigstens zeitweise.
Freizeit ist kein Luxus
Studien zur Gen Alpha zeigen: Auch Teenager priorisieren mentale Gesundheit, Freizeit und Balance. Viele Jugendliche sagen, dass das Work-Life-Verhältnis stimmen muss. Offen über Arbeitszeiten, Pausen und Freizeit zu sprechen zahlt sich deshalb aus.
Fazit: Die Generation Alpha ist anspruchsvoll, aber fair
Die Gen Alpha bringt klare Erwartungen an die Lehre mit. Im Lehrstellenmarketing sind Echtheit, Zugänglichkeit und Entwicklungsperspektiven gefragt. Dafür braucht es die passende Haltung – und die richtigen Inhalte. In diesem Blogbeitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie mit Ihrem Lehrlingsmarketing durchstarten: 7 Ideen zum direkt kopieren.
